Ausstellungsbilder: Illuminiertes Duisburg

Danke, dass Sie dem QR-Code aus der Ausstellung unserer Bilder gefolgt und hier auf der Seite gelandet sind. Wir zeigen Ihnen hier die Bilder unserer Ausstellung – jeweils mit ein paar Informationen zu dem einzelnen Bild.
Fangen wir doch mit den beiden Bildern von unserem Flyer an:

Die Brücke über das Eisenbahnbassin, Bassinbrücke oder Eisenbahnbrücke genannt ist schon alt und daher nicht mehr in der Lage, den Autoverkehr zu tragen. Schön ist sie aber immer noch und zu Fuß oder als Radfahrer darf man sie nutzen. Das Eisenbahnbassin diente vor dem Brückenschlag über den Rhein durch die Friedrich-Ebert-Brücke dazu, Eisenbahnwaggons, die vom linksrheinischen Eisenbahnhafen per Schiff über den Rhein setzten wieder auf die Schienen zu setzen. Das ist lange vorbei, aber die Brücke haben wir in neuem Glanz erscheinen lassen.

Bassinbrücke oder Eisenbahnbrücke

Als zweites Motiv haben wir den Dampfkran gewählt. Er steht an der Schifferbörse im Ruhrorter Hafen und ist ein historischer Kran, der früher mit einer Dampfmaschine betrieben wurde. Elektrische Energie reichte damals noch nicht, um solche Lasten zu heben, zu denen der Kran beim Verladen der Schiffe im Hafen eingesetzt wurde.

Waiting for the freight (Rainer Liebe)
Waiting for the freight (Rainer Liebe)

Illuminiertes Duisburg

Lichtkunst im Kunstlicht

Unter diesem Titel werden wir vom 19. Mai 2019 bis zum 15. September 2019 Bilder von Duisburg in anderem Licht im Hafenlager in Duisburg-Ruhrort zeigen. Zusammen mit dem DU-Tours.de stellen wir eine Auswahl von Bildern in verschiedenen Darstellungsformen aus.

Die Bilder werden wir hier nicht – oder zumindest nicht alle – veröffentlichen. An den Bildern der Ausstellung hängen jedoch scanbare QR-Codes, die zu den Bildern führen werden. Für alle Besucher werden die Bilder also auch hier abrufbar sein.

Die Ausstellung findet statt im: Hafenlager, Dammstraße 1, 47119 Duisburg-Ruhrort (Eingang vom Leinpfad in der Nähe des Rheinpegels)

Außerdem gibt es erste Pressemitteilungen. Wir danken der WAZ für den schönen Artikel vom 22.05.2019:

Besuchen Sie doch auch einmal das Hafenlager oder buchen Sie eine der tollen Schimmi-Tours oder der anderen Veranstaltungen. Weitere Infos dazu finden Sie unter DU-Tours.de.

Wir danken der WAZ für den schönen Artikel vom 22.05.2019:

Illuminationen

Hier zeigen wir Ihnen einige ausgewählte Bilder. Es gibt noch viel mehr, aber die zeigen wir Ihnen auf der Ausstellung im Hafenlager ab dem 19. Mai 2019. Es heißt also derzeit, ein kleines bisschen Geduld aufzubringen. Mehr zu der Ausstellung, zur Vernissage usw. finden Sie übrigens unter „Illuminiertes Duisburg“ auf dieser Seite.

Hound-Tor

Hound-Tor

Das Hound-Tor ist eines von vielen „Tors“ im Dartmoor. Es hat mit einem Tor im Sinne eines Eingangs nichts zu tun. Vielmehr werden mit Tor die Hügelspitzen bezeichnet, aus denen Granitfelsen herausragen. Freigewaschen durch drei Eiszeiten und mit Spuren der Wollsackverwitterung trotzen sie seit Millionen von Jahren den Kräften der Natur und sind wesentliche Merkmale der Landschaft des Dartmoors in Devon/Südengland.

Momentary-Illumination

Momentary-Illumination

„Momentary Illumination“ – vorübergehende Beleuchtung

Wir sind drei Fotografen, die sich dem außergewöhnlichen Bild verschrieben haben. Mit viel Erfahrung in der allgemeinen Fotografie haben wir uns der experimentellen Fotografie gewidmet und hier einen jungen Zweig gefunden, mit dem wir zum Ausdruck bringen können, was uns bewegt. Weitere Informationen zu uns finden Sie im Menüpunkt „Über uns“

Die Welt steht nicht still. Insbesondere in Duisburg ist der Strukturwandel im Fluss. Dies wollen wir mit unseren Fotografien auf besondere Art festhalten. Strukturwandel und Wandel der Zeit. Zustände sind vorübergehend, so wie unsere Beleuchtung auch.

Wir kommen aus dem Ruhrgebiet und  sind mit der Stadt Duisburg verbunden. Die Stadt ist geprägt von einem laufenden Wandel der geschichtlich von agrarischem Ursprung über den Welthandel z. B. mit Holz und  Getreideprodukten über Steinkohle und natürlich den Stahl. Die Stadt verfügt über Europas größten Binnenhafen und ist Drehscheibe für den Transport per Straße, Schiff und Bahn. Auch die Verkehrswege sind dem Wandel unterworfen. Alte Wassertürme, die der Befüllung von Dampflokomotiven dienten, werden nicht mehr gebraucht und sind museal anzusehen. Aus dem Bergbau gibt es Relikte in Form eines Förderturms oder von Loren oder Seilscheiben. Wasserstraßen  werden durch Stauwehre reguliert.Die Beladung ändert sich vom Dampfkran zu elektrischen Kranen. Außerdem besitzt Duisburg mit über 700 Brücken – welche auch Änderungen unterworfen sind – mehr Brücken als Venedig.

Den Wandel der Stadt halten wir in unseren Bildern fest. Die Kurzlebigkeit der Motive findet sich durch die besondere Technik der Beleuchtung wider. Die Fotografien entstehen in der Zeit nach dem Sonnenuntergang bis in die Dunkelheit hinein. Das Licht auf den fotografierten Motiven ist kurzlebig. Nicht so kurzlebig wie ein Blitz – nein, durch verschiedene leistungsstarke Hand- und Taschenlampen und andere Techniken wird das Licht erzeugt, das immer nur Teile der Motive beleuchtet und damit unwiederbringlich ist. So unwiederbringlich wie ein mit Dampf betriebener Kran, ein nicht mehr benötigter Förderturm einer ehemaligen Zeche oder eine nicht mehr zu hebende Hubbrücke. Aber auch glühender Stahl wird genutzt – wie könnte die Beziehung zum Stahlstandort Duisburg besser dargestellt werden?

Aufwändig sind die Arbeiten bei der Erstellung der Einzelfotos aber auch in der Postproduktion.

So schaffen wir mit unseren unwiederbringlichen Fotos einen Bogen zu der unwiederbringlichen Vergangenheit der Heimatstadt.

Vorübergehend ist die Geschichte der Motive – auch wenn es lange Zeitmomente sein können.

Vorübergehend ist das Licht auf den Motiven.

Das verstehen wir unter „Momentary Illumination“

Rainer Liebe

Rainer Liebe:

Fotografie war schon immer eine Leidenschaft von mir. Mit 11 Jahren habe ich meine erste Kamera von meinen Eltern bekommen und lernte meine ersten eigenen analogen Fotos zu erstellen. Mit 14 Jahren besaß ich meine eigene analoge Spiegelreflexkamera. Ich danke meinen Eltern dafür, dass sie mir den Freiraum gelassen haben Urlaubsfotos in eigener Regie schießen zu dürfen und für die Geduld, die sie dabei aufgebracht haben. Ich habe mich immer für Technik interessiert, insbesondere dafür, wie Bilder entstehen. Neben den Erfahrungen im Fotolabor, welche sich auf die Schwarzweiß-Fotografie beziehen, fand ich schon immer die experimentelle Fotografie spannend. Doppelbelichtungen und Langzeitaufnahmen sind bis heute eine Leidenschaft von mir.

Mit Beginn der digitalen Fotografie ergab sich für mich die Möglichkeit, die aufgenommenen Fotos direkt am Set zu prüfen – und ggf. auch zu verwerfen und zu korrigieren. Dadurch ergab sich für mich die Möglichkeit meine Kenntnisse in der Fotografie schneller auszubauen, und „gute“ Fotos zu verstehen und auch selbst erstellen zu können.

Die Idee, mit mobiler Beleuchtung nachts Objekte anzuleuchten entstand, als die LED-Lampen leistungsstärker wurden. Mir wurde bewusst, dass die Helligkeit ausreichen würde, um Objekte nachts in Szene setzen zu können. Momentary-Illumination war geboren!

Nachdem ich erste Illuminations-Fotos erfolgreich erstellt hatte, war ich u. A. als Dozent an der VHS-Oberhausen beschäftigt und habe im CEWE Fotobuch Award von 2016 eine Auszeichnung erhalten. Die Ausstellung „MO.mentary Illumination“ zusammen mit dem virtuosen Fotografen Ralf Hallay hatte lokal für
positives Aufsehen gesorgt. An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihm Bedanken für seine wertvollen Tipps und Anregungen.

In Duisburg habe ich studiert und ich habe die Stadt immer als dreckig, ruppig aber immer herzlich wahrgenommen. Erst später habe ich erkannt, welches Potential in dieser Stadt steckt. Zusammen mit Wolfgang Voßkamp und Herbert Geisler arbeite ich schon seit einem Foto-Seminar im Jahre 2011 zusammen. Gemeinsam wollten wir das Projekt „Momentary-Illumination“ in Duisburg realisieren. Wir haben uns beraten, welche unterschiedlichsten Facetten wir von Duisburg darstellen können – und haben einige davon auch tatsächlich umgesetzt. Wir freuen uns dieses Projekt nach mehreren Jahren präsentieren zu dürfen.

Herbert Geisler

Herbert Geisler

 

mein Interesse für das Fotografieren begann bereits in jungen Jahren, als ich die ersten Fotos mit Vaters Agfa Box Kamera machen durfte.

Damals gab es nur SW Filme im Format 6 x 9. Die Filme mussten noch im Labor entwickelt werden und es dauerte in der Regel etwa eine Woche bis die Bilder zurückkamen. Die Anzahl der Fotos waren anfangs 12, dann 24 Bilder pro Film, so musste man vorher genau überlegen und planen was und wie man fotografierte. Fotografie war seinerzeit noch teuer und in der analogen Zeit war die Spannung groß, bis die Bilder vor einem lagen.

Nachdem ich meinen beruflichen Stress vorzeitig beenden konnte und durfte, hatte ich endlich Zeit, mich intensiver mit dem Fotografieren zu beschäftigen. Dabei habe ich dann auch auf die digitale Fotografie umgestellt und Vieles erlernt und probiert. Die Freiheit, nun löschen und sofort kontrollieren zu können, gab mir dabei die Gelegenheit, autodidaktisch zu lernen.

Die Fotografie ist für mich eine Möglichkeit, Gefühle einzufangen, auszudrücken und mit anderen zu teilen.

In Verbindung mit dem PC und den Bildbearbeitungsprogrammen erhalten sie ihren eigenen Stil, ohne sie total zu verfremden. Dabei mag ich natürliche Fotos ebenso, wie die Ergebnisse der experimentellen Fotografie, wie z. B. der Momentary Illumination.

 

Zur Erweiterung meiner Kenntnisse besuche ich Seminare, Workshops und Fotoexkursionen bekannter Fotografen und Dozenten.

Wolfgang Voßkamp

Wolfgang Voßkamp

 

Ich fotografiere seit dem 11ten Lebensjahr, also seit etwa 40 Jahren. Seit 2005 bin ich auf die digitale Fotografie umgestiegen und beschäftige mich seither sehr intensiv damit. Mit der digitalen Fotografie bieten sich noch größere Möglichkeiten, Bilder zu gestalten, als dies in der analogen Fotografie der Fall war. Auch analog habe ich aber schon in der Dunkelkammer Bilder entwickelt, bearbeitet, verfremdet und auch handkoloriert. Heute nutze ich dazu den PC und Bildbearbeitungsprogramme.

Aber das funktioniert nicht ohne eigene Ideen und eine gute Vorbereitung und Erstellung der erforderlichen Fotos.

Seit 2012 betreibe ich mit Fotokurs-Duisburg.de ein kleines Unternehmen im Nebenjob, mit dem ich mein Wissen an interessierte Fotografen weitergebe. Ich selbst habe bei einem Fotografenmeister und einer Fotografenmeisterin Schulungen erhalten und bilde mich ständig autodidaktisch und auf Seminaren fort. Auch das Wissen ist im Fluss und Wandel begriffen – sowie unsere Aufnahmen auch.

Die Fotografie ist der Ausdruck der Gefühle in Licht und Schatten. „Fotografieren“ heißt, mit Licht zu malen. Ich liebe Licht und Schatten und die Möglichkeit beides – manchmal in schwarz-weiß, manchmal in Farbe – miteinander zu verbinden und einzufangen. Auch mein Nickname „Wellenfangen“ kommt daher, denn ich fange mit der Kamera das Licht ein – und Licht entsteht durch elektromagnetische Wellen.

Spielplatz Meiderich

Spielplatz Meiderich

Was passiert eigentlich mit einem Spielplatz, wenn die Kinder im Bett liegen und vom vergangenen Tag und ihren Abenteuern auf der Rutsche und im Sand träumen. Ob die Rutsche zu glühen anfängt und Geister auf dem Klettergerüst stehen? Wir haben nachgesehen und tatsächlich ist ein Spielplatz nachts auch ein interessantes Sujet.