Rainer Liebe

Rainer Liebe:

Fotografie war schon immer eine Leidenschaft von mir. Mit 11 Jahren habe ich meine erste Kamera von meinen Eltern bekommen und lernte meine ersten eigenen analogen Fotos zu erstellen. Mit 14 Jahren besaß ich meine eigene analoge Spiegelreflexkamera. Ich danke meinen Eltern dafür, dass sie mir den Freiraum gelassen haben Urlaubsfotos in eigener Regie schießen zu dürfen und für die Geduld, die sie dabei aufgebracht haben. Ich habe mich immer für Technik interessiert, insbesondere dafür, wie Bilder entstehen. Neben den Erfahrungen im Fotolabor, welche sich auf die Schwarzweiß-Fotografie beziehen, fand ich schon immer die experimentelle Fotografie spannend. Doppelbelichtungen und Langzeitaufnahmen sind bis heute eine Leidenschaft von mir.

Mit Beginn der digitalen Fotografie ergab sich für mich die Möglichkeit, die aufgenommenen Fotos direkt am Set zu prüfen – und ggf. auch zu verwerfen und zu korrigieren. Dadurch ergab sich für mich die Möglichkeit meine Kenntnisse in der Fotografie schneller auszubauen, und „gute“ Fotos zu verstehen und auch selbst erstellen zu können.

Die Idee, mit mobiler Beleuchtung nachts Objekte anzuleuchten entstand, als die LED-Lampen leistungsstärker wurden. Mir wurde bewusst, dass die Helligkeit ausreichen würde, um Objekte nachts in Szene setzen zu können. Momentary-Illumination war geboren!

Nachdem ich erste Illuminations-Fotos erfolgreich erstellt hatte, war ich u. A. als Dozent an der VHS-Oberhausen beschäftigt und habe im CEWE Fotobuch Award von 2016 eine Auszeichnung erhalten. Die Ausstellung „MO.mentary Illumination“ zusammen mit dem virtuosen Fotografen Ralf Hallay hatte lokal für
positives Aufsehen gesorgt. An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihm Bedanken für seine wertvollen Tipps und Anregungen.

In Duisburg habe ich studiert und ich habe die Stadt immer als dreckig, ruppig aber immer herzlich wahrgenommen. Erst später habe ich erkannt, welches Potential in dieser Stadt steckt. Zusammen mit Wolfgang Voßkamp und Herbert Geisler arbeite ich schon seit einem Foto-Seminar im Jahre 2011 zusammen. Gemeinsam wollten wir das Projekt „Momentary-Illumination“ in Duisburg realisieren. Wir haben uns beraten, welche unterschiedlichsten Facetten wir von Duisburg darstellen können – und haben einige davon auch tatsächlich umgesetzt. Wir freuen uns dieses Projekt nach mehreren Jahren präsentieren zu dürfen.